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Das Mädchen von der Löwenburg

Burgruine Löwenburg
Marguerite

Diese Legende stammt aus der Zeit der Kreuzzüge. Viele rheinische Ritter zogen nach Palästina: ihre Familien, Verlobte und Freunde blieben zuhause zurück.

Die Tochter des Burggrafen von der Löwenburg liebte einen jungen Ritter, der sich den Kreuzfahrern angeschlossen hatte. Während sie auf seine Rückkehr wartete, erschien ein fahrender Sänger auf der Löwenburg. Er brachte ihr eine traurige Nachricht: ihr junger Bräutigam war im Kampf um die Heiligen Stätten gefallen. Diese Nachricht brach das Herz der jungen Frau. Sie empfand keine Freude mehr und verbrachte die weiteren Jahre ihres Lebens in tiefer Trauer um den geliebten Mann, bis sie schließlich starb. Doch ihre Liebe starb nicht.

Von der Löwenburg sind nur noch Ruinen geblieben. Doch an manchen Tagen, wenn alles ruhig ist, kann man im Wald ein leises Raunen hören: das Mädchen von der Löwenburg weint um seinen verlorenen Geliebten.

Soweit die bekannte Version der Legende. Nur - zur Kreuzzugszeit gab es keinen Herrn der Löwenburg, der Vater einer Tochter gewesen wäre. Vielleicht kann es ja auch so gewesen sein ..

Traditionell, Quelle: Sage und Geschichte der sieben Berge, Dietmar Blumenthal in Zusammenarbeit mit Winfried Biesing.